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Gwendolyn's Weblog

Mittwoch, 18.11.2009

Buch zu verschenken

Seit Wochen quäle ich mich durch ein Buch. Illuminatus von Robert Shea und Robert Anton Wilson. Normalerweise lese ich gerne und viel, aber in den letzten Tagen schweift mein Blick abends zum Nachttisch, ich sehe das Buch und denke bei mir "och, eigentlich bin ich zu müde zum lesen". Dann quäle ich mich durch ein paar Seiten und hoffe, dass das Buch bald zu Ende ist. Anfangs habe ich ein paar Tage lang jeden Abend aufs Neue mit dem Buch begonnen, weil ich mich nie erinnern konnte, was bislang passiert war. Handlung? Fehlanzeige. Handlungsfetzen vielleicht. Durchsetzt von einer Menge Stuss. Möglicherweise habe ich aber einfach noch nicht rausgefunden, welche Drogen man zu diesem Meisterwerk der Literatur am besten zu sich nimmt. Es wurmt mich ja zutiefst, ein Buch einfach so halbgelesen beiseitezulegen, aber andererseits soll Lesen ja auch Spaß machen. Und der Spaß ist mir irgendwo auf Seite 17 oder 18 abhanden gekommen. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur zu blöd für diesen Stapel gebundenes Papier.

Sollte also jemand selbstquälerisch genug sein, dieses Machwerk lesen zu wollen, verschenke ich dieses Buch. Ich übernehme sogar die Portokosten. :) Allerdings gibt es eine Bedingung: Der Leser in spe muss das Buch ganz durchlesen und dann eine Rezension hier veröffentlichen. :) Sollte ihm oder ihr das nicht gelingen, muss das Buch unter denselben Bedingungen weitergegeben werden. Alles klar? Also, Kommentar hinterlassen, Buch abgreifen, rezensieren. Ich bin gespannt. :)


Freitag, 18.05.2007

Buch-Stöckchen

Thomas hat mir ein Stöckchen in mein Bücherregal geworfen. Nachdem ich es nun endlich herausgefischt habe, kommen hier nun meine Antworten. :)

Gebunden oder Taschenbuch?
Beides. Zwar mag ich gebundene Bücher lieber, greife aber aus Kostengründen oftmals zur Taschenbuchausgabe. Manche Bücher muß ich aber gleich und sofort haben, da kann ich nicht erst auf das Taschenbuch warten. :)

Amazon oder Buchhandel?
Ebenfalls beides. Titel, auf die ich einfach nicht warten kann, bestelle ich bei Amazon oder aber Bücher, von denen ich sicher weiß, daß ich sie haben möchte. In Buchhandlungen gehe ich sehr, sehr gerne zum Stöbern und viel zu viel auf einmal kaufen. (Ein Limit hilft da nicht wirklich.)

Lesezeichen oder Eselsohr?
Selbstverständlich Leesezeichen. Manchmal lege ich die Bücher aus Bequemlichkeit einfach aufgeschlagen hin, aber Eselsoren sind absolut tabu!

Ordnen nach Autor, nach Titel oder ungeordnet?
Ordnen? Ich glaube dieses Wort gibt es in meinem Sprachschatz nicht. :P
Nein, im ernst, ich bemühe mich um eine thematische Sortierung, aber aus Platzgründen verschlägt es viele Bücher in 2.-3. Reihe und quer über anderen Büchern liegend in meine Regale. Manche Bücher stapeln sich auch einfach so unmotiviert in meinen Zimmerecken. (Ich brauche echt mehr Platz!)

Behalten, wegwerfen oder verkaufen?
In den allermeisten Fällen behalte ich alle Bücher. Ganz, ganz selten setze ich einige Bücher aus, verschenke oder verkaufe sie.

Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?
Behalten.

Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?
Ohne. Ich habe Angst, daß er kaputtgeht oder veknickt. So gesehen heißt der Schutzumschlag wahrscheinlich so, weil er meines besonderen Schutzes bedarf.

Kurzgeschichten oder Romane?
Meist Romane. Aber auch gerne mal Kurzgeschichten.

Sammlung (Kurzgeschichten von einem Autor) oder Anthologie (Kurzgeschichten von verschiedenen Autoren)?
Beides.

Harry Potter oder Lemony Snicket?
Ich habe nicht den blassesten Schimmer, wer Lemony Snicket ist, aber ich *liebe* Harry Potter.

Aufhören, wenn man müde ist oder wenn das Kapitel endet?
Wenn ich zu müde werde, versuche ich meist noch das Kapitel zu beenden. Wenn mir aber vorher die Augen zufallen, blättere ich zurück zum vorherigen Kapitelanfang oder wenn die Kapitel zu lang sind, dann zu einem Absatz.

„Die Nacht war dunkel und stürmisch” oder „Es war einmal”?
Selbstverständlich "Es war eine dunkle und stürmische Nacht". Allerdings wegen Snoopys Roman und nicht wegen des Originals. :P

Kaufen oder Leihen?
Ganz klar kaufen. Auch Fachbücher. Allerdings in Ausnahmesituationen wie Referaten oder Diplomarbeiten, gehe ich auch mal in die Bibliothek.
Hihi, oder schenken lassen. :P Schließlich habe ich am Sonntag Geburtstag. ;) (Mit dem Amazon-Wunschzettel wink)

Neu oder gebraucht?
Meist neu. Nur wenn ein Buch die Schmerz-Preisgrenze überschreitet oder vergriffen ist, suche ich nach einem gebrachten Buch.

Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?
Alles. :) Ich bin übrigens großer Fan der Amazon-Empfehlungen!

Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?
Auf keinen Fall Cliffhanger, die machen mich fertig!

Einzelband oder Serie?
Beides. :)

Lieblingsserie?
Natürlich Harry Potter. :)

Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand gehört hat?
Huch, ob es sowas gibt? Naja, es ist ein Kinderbuch und heißt "Drachen hat nicht jeder" von C. S. Forester

Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?
Hmm, letztes Jahr? Oder im letzten Jahr? Also ich denke, es war Edgar :)

Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?
Puh, sehr, sehr schwierige Frage. Das ändert sich immer mal wieder, aber ich denke es ist "Die unendliche Geschichte".

Schlusswort
Also, meine Stöckchen gehen an die Leseratten Himo, Astrid und Dwight, wobei die beiden letztgenannten mangels Blog ihr Stöckchen in den Kommentaren hinterlassen müßten.


Montag, 30.04.2007

Winston Dinsdale

Erwähnte ich mal, daß ich ein heimliches Faible für Irrlichter habe? Und genau aus diesem Grund finde ich Winston Dinsdale unglaublich schnuffig! :)

"Was ist das?", wollte Emily wissen.
Ich sagte es ihr. "Das ist der Pfadfinder."
"Winston Dinsdale", stellte ihn uns Maurice Micklewhite vor.
"Ein Irrlicht", fügte ich hinzu.
Es brummte eine Begrüßung.
Die beiden Mädchen schauten wie gebannt auf das ohne Unterlass surrende, tanzende und umherwuselnde Licht. Es hatte die Größe einer Kinderhand und keinen erkennbaren Körper. Das seltsame kleine Wesen schien aus reinem Licht und etwas konfuser Willenskraft zu bestehen. Es strahlte in wechselnder Intensität, und das Summen veränderte sich fortwährend.
"Das ist unser Pfadfinder?" Emilys Blick drückte Skepsis aus.
"Er ist ein Irrlicht", wiederholte Maurice Micklewhite. "Dort, wo wir hingehen, wird es zuweilen dunkel sein. Er kennt den Weg und er leuchtet."
Als wolle Winston die Aussage bestätigen, wechselte er augenblicklich die Farbe von einem grellen Weiß in ein sanftes Orange und summte eine neue Melodie in einer höheren Tonlage.
Aurora fragte vorsichtig: "Verstehen Sie, was es sagt?"
Maurice grinste. "Er"
"Bitte?"
"Es ist ein Er. Winston."
"Irrlichter legen Wert darauf, als Persönlichkeit anerkannt zu werden", gab ich zu bedenken.
Maurice stimmte mir zu.
"Sein Name ist Winston Dinsdale. Nennen Sie ihn Winston oder Dinsdale." Er vergewisserte sich, daß beide Mädchen ihn verstanden hatten. "Aber um auf Ihre Frage von vorhin zurückzukommen. Ja, ich verstehe ihn. Wenngleich er ein Irrlicht aus Manchester ist."

Ich bin noch nicht allzu weit in dem Buch, hoffe aber sehr, daß Winston noch eine Rolle im weiteren Verlauf des Buches spielt. Ein paar Seiten weiter läuft er zumindest zu schnuffiger Höchstform auf:

Der Spinnenmann wankte unmerklich und antwortete: "Überall unter Chelsea lösen sich die Arachniden auf. Es ist ein Übel, das die arachnide Gemeinschafft vollständig dahinraffen wird."
Eine verlegene Stille breitete sich aus. Selbst Dinsdale wirkte gedimmt.

[Christoph Marzi: Lycidas]


Montag, 26.03.2007

Von der Freundschaft

Und ein junger Mann sagte: Sprich uns von der Freundschaft.
Und er antwortete und sagte:
Euer Freund ist die Antwort auf eure Nöte.
Er ist das Feld, das ihr mit Liebe besät und mit Dankbarkeit erntet.
Und er ist euer Tisch und euer Herd.
Denn ihr kommt zu ihm mit eurem Hunger, und ihr sucht euren Frieden bei ihm.
Wenn euer Freund frei heraus spricht, fürchtet ihr weder das "Nein" in euren Gedanken, noch haltet ihr mit dem "Ja" zurück.
Und wenn er schweigt, hört euer Herz nicht auf, dem seinen zu lauschen;
Denn in der Freundschaft werden alle Gedanken, alle Wünsche, alle Erwartungen ohne Worte geboren und geteilt, mit Freude, die keinen Beifall braucht.
Wenn ihr von eurem Freund weggeht, trauert ihr nicht;
Denn was ihr am meisten an ihm liebt, ist vielleicht in seiner Abwesenheit klarer, wie der Berg dem Bergsteiger von der Ebene aus klarer erscheint.
Und die Freundschaft soll keinen anderen Zweck haben, als den Geist zu vertiefen.
Denn Liebe, die etwas anderes sucht als die Offenbarung ihres eigenen Mysteriums, ist nicht Liebe, sondern ein ausgeworfenes Netz: und nur das Nutzlose wird gefangen.
Und laßt euer Bestes für euren Freund sein.
Wenn er die Ebbe eurer Gezeiten kennen muß, laßt ihn auch das Hochwasser kennen.
Denn was ist ein Freund, wenn ihr ihn nur aufsucht, um die Stunden totzuschlagen?
Sucht ihn auf, um die Stunden mit ihm zu erleben.
Denn er ist da, eure Bedürfnisse zu befriedigen, nicht aber eure Leere auszufüllen.
Und in der Süße der Freundschaft laßt Lachen sein und geteilte Freude.
Denn im Tau kleiner Dinge findet das Herz seinen Morgen und wird erfrischt.

[Khalil Gibran: Der Prophet]

So, das ist aber erstmal genug "prophetisches"... versprochen. Ich habe den Text nur irgendwie gerade so dringend gebraucht.


Samstag, 24.03.2007

Der Prophet

Immer mal wieder, wenn mich ein Thema besonders beschäftigt, lese ich den dazu passenden Text im "Propheten" nach, weil ich dieses Buch sehr mag und ich in vielen der Texte etwas finde, was ich vielleicht vorher nicht so gesehen habe. So auch gestern, als ich mir die Stelle über die Freundschaft wahrscheinlich zum x-ten Male durchgelesen habe.

Nach wie vor ist allerdings der Teil über die Kinder der schönste und wie ich finde treffenste im gesamten Buch, und ist auch der Grund, warum ich dieses Buch vor vielen Jahren überhaupt geschenkt bekam.

Damals hatte ich eine Freundin Steffi, mit der ich zusammen bei Starlight Express im "Fronthouse" gearbeitet habe. Ihre Theater AG führte das Stück "Frühlings Erwachen" auf, in der Steffi die Wendla spielte. Links von der Bühne hing ein Bettlaken, auf dem der Text über die Kinder aufgemalt war, sehr liebevoll in der unverwechselbaren "Steffi-Schrift". :) Der Text gefiel mir auf Anhieb und wir redeten noch den ganzen Abend über das Stück und auch über "den Propheten". Zu Weihnachten schenkte sie mir dann das Buch.

Steffi-Schrift
Von den Kindern
Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und die Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,
Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen,
Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit, und Er spannt euch mit Seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Laßt euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein;
Denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt Er auch den Bogen, der fest ist.

[Khalil Gibran: Der Prophet]


Freitag, 09.03.2007

Liebeserklärung an zwei Bücher

Bären
Es gibt Bücher, die sind so wunderschön, daß mir die Tränen in die Augen treten, wenn ich sie lese, bzw. mir ansehe. "Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?" ist so ein Buch. Ich kann es mir jedesmal wieder ansehen und bin gerührt davon, wie bezaubernd und liebevoll es ist.

Nun hat dieses schönste aller Bilder-/Vorlesebücher einen würdigen Nachfolger bekommen: "Wen hast du am allerliebsten?". Es ist vielleicht nicht ganz so universell verschenkbar, wir das erste Buch, steht diesem aber in seinem Zauber in nichts nach.

Ich weiß, ich habe ein Faible für Bilderbücher und die sind nicht jedermanns Sache, aber das mußte ich einfach einmal loswerden! Nicht nur der Text ist wunderschön, die Bilder sind es auch. Wer diese Bücher nicht kennt, der sollte sie einfach einmal kaufen (und/oder verschenken), ich verspreche, sie sind keine Enttäuschung.


Dienstag, 27.02.2007

Der Harry Potter unter den Vampiren

Lesen eigentlich auch Männer Bücher mit weiblichen, durchaus gefühlsbetonten Protagonisten? Oder ist das alles Mädchenliteratur? Lesen Männer Edward (Achtung, Spoiler!)? Ich wüßte es nur zu gern. :) Ich habe das Buch jedenfalls vor ein paar Tagen hier entdeckt und obwohl ich erst am Anfang bin, muß ich sagen, bisher bin ich durchaus angetan. Vielleicht weil ich die Sorgen der Protagonistin so gut nachfühlen kann...

Vor allem aber war der zweite Tag deshalb schlimmer als der erste, weil Edward Cullen nicht in der Schule war.
Den ganzen Vormittag über graute mir bei dem Gedanken an die Mittagspause und seine unerklärlichen, hasserfüllten Blicke. Ein Teil von mir wollte zu ihm gehen und eine Erklärung verlangen. Nachts, als ich im Bett lag und nicht schlafen konnte, hatte ich mir sogar überlegt, was ich sagen würde. Doch ich kannte mich gut genug, um zu wissen, dass ich nicht den nötigen Mumm dafür hatte. Verglichen mit mir war der feige Löwe aus Der Zauberer von Oz ein Superheld.

[...]

Ich war froh, dass Edward nicht da war und ich den Tisch für mich allein hatte. Das redete ich mir zumindest ein, immer wieder, ohne jedoch den schleichenden Verdacht loszuwerden, dass ich der Grund für seine Abwesenheit war. Es war natürlich völlig albern und egozentrisch, mir einzubilden, dass ich jemanden so stark beeinflussen könnte. Es war unmöglich. Und doch konnte ich das Gefühl nicht abschütteln, dass es stimmte.

[Stephenie Meyer: Biss zum Morgengrauen]


Dienstag, 12.09.2006

Gwen's Bookstore

Schon wieder etwas, das ich unbedingt ausprobieren muß... ein eigener Amazon-Store. Und in dem gibt es natürlich nicht irgendwelche Bücher, CDs, DVDs und Spiele, sondern die, die ich zuletzt in meinem Blog erwähnt habe. Für den Inhalt der Empfehlungen in der Navigationsleiste kann ich leider nichts, aber ohne die sah der Shop so unglaublich leer aus.

Also, dann... Happy Shopping. :)

Achja, wer mir Konkurrenz machen möchte, der kann das hier tun.


Montag, 11.09.2006

Autsch

Mist, ich habe auf einem Mini-Pons-Wörterbuch geschlafen. Das war ein wenig schmerzhaft. Nun habe ich eine kurze Nacht hinter mir und einen roten, buchförmigen Fleck auf dem Rücken. Und das alles nur, weil das neue Buch von P. J. Tracy bislang erst auf englisch draußen ist und ich mir das Wort "eventually" nicht merken kann. ;) Zwar bin ich mit "Snow Blind" noch nicht durch, empfehlen kann ich das Buch aber trotzdem schon. :)


Freitag, 25.11.2005

Horkrux-Spekulationen

Die Diskussionen nach meinem ersten Beitrag zum Thema Horkruxe gehen immer noch weiter, obwohl der Blogeintrag ja nun schon einige Zeit zurückliegt. Und nachdem ich nun den Film zum 4. Harry Potter Teil gesehen habe und der 6. Band inzwischen auf niederländisch erschienen ist, gibt es weiterhin Diskussions- und Spekulationsbedarf. Vorab: in der niederländischen Fassung von "Harry Potter und der Halbblutprinz" wurde die Abkürzung R.A.B. mit R.A.Z übersetzt, was bedeuten könnte, daß es sich tatsächlich um Regulus A. Black handelt, denn "Black" wurde im holländischen mit "Zwart" übersetzt. Diese Information habe ich aus diesem Forum von einer Person, sie sich auf diese Diskussion in einem holländischen Forum bezieht. Allerdings, so wird in beiden Threads deutlich, ist von dem Übersetzer nicht wirklich viel zu halten und es besteht der Verdacht, daß er eigenmächtig aus R.A.B. R.A.Z. gemacht hat.

Wie dem auch sei, es gibt etwas, das für eine Beteiligung von Regulus Black (möglicherweise mit Hilfe von Kreacher) spricht. Dumbledore geht von 6 Horkruxen aus. Davon wurden zwei bereits zerstört, das Tagebuch von Tom Riddle und der Ring von Marvolo/Vorlost Gaunt. Bei zwei der Horkruxe handelt es sich wohl um Salazar Slytherins Medaillon und Helga Hufflepuffs Becher, die übrigen zwei könnten etwas von Godric Gryffindor und/oder Rowena Ravenclaw sein, darüberhinaus ist die Schlange Nagini im Gespräch. Im 5. Band wird ein Medaillon erwähnt, das sich nicht öffnen lies, es befand sich im Haus der Familie Black. So gesehen könnte es also sein, daß Regulus Black im Besitz eines (zerstörten?) Horkruxes war. Was für die R.A.B.-Theorie spricht.

Bleibt noch zu klären, was die beiden letzten Horkruxe sind. Da Dumbledore sich sicher ist, daß das einzige Überbleibsel von Godric Gryffindor sein Schwert ist, welches sich bis zu Dumbledores Tod in seiner also Dumbledores Obhut befand, könnte die Vermutung, daß es Nagini sei, durchaus stimmen. Doch das wirft Fragen auf. Dumbledore beschreibt Nagini als eine Art Horkrux-"Notlösung". Wenn es stimmen sollte, daß Harrys Tod den 6. und letzten Horkrux "erzeugen" sollte, dann frage ich mich, was mit dem urspünglich geplanten Behältnis passiert ist. Ich nehme an, daß Voldemort ihn beim geplanten Tod von Harry dabeihatte. Warum hat er also später auf Nagini zurückgegriffen? Ich glaube nicht, daß Harry selber (oder seine Narbe) ein Horkrux ist (auch wenn seine Eltern etwa zur gleichen Zeit getötet wurden, als Harry sich die Narbe zuzog). Denn warum sollte Voldemort ihn dann jetzt noch töten wollen? Bleiben also "nur" noch 2 für die Herstellung eines Horkrux mögliche Morde übrig, nämlich die von Berta Jorkins und Frank Bryce. Das zeigt der Priori Incantatem am Ende des "Feuerkelchs". Beide Morde fallen in etwa in denselben Zeitraum. Warum hat sich Voldemort mit dem letzten Horkrux soviel Zeit gelassen, nachdem die ersten 5 schon 15 Jahre früher entstanden sind? An seinen Kräften kann es wohl eher nicht gelegen haben, sie waren bis zu seiner "Wiedergeburt" fast gleichbleibend schwach.

Wenn es wirklich stimmt, daß der 7. Band erst 2007 erscheint, dann werde ich wohl vor seinem Erscheinen schon vor Neugierde gestorben sein.


Dienstag, 11.10.2005

Wie man einen Horkrux zerstört

Erstmal vorab. Dieser Eintrag beeinhalten Gedanken, Spekulationen und damit Spoiler zum 6. Harry Potter Band, Harry Potter und der Halbblutprinz. Wer das Buch also noch nicht gelesen hat, dies aber noch tun möchte, sollte nicht weiterlesen!

Nachdem ich den Halbblutprinzen nun ein 2 Mal ganz in Ruhe gelesen habe, kribbelt es mir in den Fingern, das ein oder andere Wort darüber zu verlieren. Zumal sich der 6. Band mittlerweile zu einem meiner Favoriten der Reihe gemausert hat. Ich warte gespannt auf den 7.Band, fürchte mich aber auch davor, denn ich möchte nicht, daß Harry stirbt. Und leider fürchte ich, daß genau das passieren wird...

Jedenfalls läßt der 6. Band meine ganz alte Theorie von einer "Beziehung" von Snape zu Lily in einem ganz neuen Licht erscheinen. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, daß zumindest Snape in Harrys Mutter verliebt war. Ich denke, daß die Tatsache, daß Snape Lilys Tod verursacht hat, der Grund dafür ist, daß er die Seiten gewechselt hat, so daß er nun auf Dumbledores Seite kämpft. Indem er Voldemort von der (halben) Prophezeihung erzählte, hat er ja den Tod der Person besiegelt, die er geliebt hat. Nur, weil Dumbledore das weiß, und von der "Macht der Liebe" dermaßen überzeugt ist, ist sein Vertrauen in Snape so unerschütterlich, daß er ihn sogar darum bitte ihn zu töten. Dumbledores Flehen, bevor Snape den unverzeihlichen Fluch ausspricht, galt nicht der Rettung seines eigenen Lebens sondern sollte Snape darum bitten, die zuvor getroffene Abmachung einzuhalten. Darüberhinaus bin ich der Meinung (ich weiß, das ist vielleicht weit hergeholt), daß die ganze Suche nach dem Horkrux in der Höhle, eine letzte Lektion für Harry war, bevor er ganz auf sich allein gestellt ist, denn mit Dumbledores Tod ist ja der einzige Zauberer verschwunden, vor dem Voldemort Angst hatte. Ich denke, daß Dumbledore die Höhle schon vorher kannte (zumindest aus Erzählungen) oder von ihr wußte und Harry nur mitgenommen hat, um ihm weitere Dinge beizubringen. Auch Snape wird im weiteren Verlauf des Buches nicht müde, Harry zu "belehren". Immer wieder weist er ihn darauf hin, daß seine schlechten Kenntnisse der Okklumentik und der ungesagten Zaubern, für sein Scheitern, nämlich Snape aufzuhalten, verantwortlich sind. Daß Snape und Dumbledore zusammengearbeitet haben, wird auch dadurch deutlich, daß Snape das verhexte Fach "Verteidigung gegen die dunklen Künste" unterrichtet, so war schon zu Beginn des Schuljahres klar, daß Snape die Schule verlassen wird (verlassen muß). Dumbledore schien auch schon von seinem eigenen Tod gewußt zu haben, denn sonst hätte er sich bei den dursleys nicht so sehr dafür eingesetzt, daß Harry auf jeden Fall noch einmal nach dem Schuljahr zu ihnen zurückkehren darf. Ohne das Wissen um seinen Tod hätte er dies sicherlich nicht getan, da er sonst gegebenenfall noch selber hätte eingreifen können. Auch wußte Dumbledore schon von den Horkruxen, bevor Harry die Erinnerung von Slughorn bekommen hat, schließlich hat Dumbledore den Ring mit dem zerstörten Horkrux schon vorher getragen. Für mich stellt sich nun die Frage, wer den echten Horkrux aus der Höhle hat. War dieselbe Flüssigkeit in dem Gefäß, die auch Dumbledore getrunken hat? Oder wurde sie durch eine andere ersetzt? Woher stammt die neue Flüssigkeit aus dem Gefäß? Oder war es R.A.B. (möglicherweise Regulus A. Black) irgendwie möglich, den Horkrux zu entnehmen, ohne die Flüssigkeit zu trinken? Und falls ja dem so war, wieso war Dumbledore so sicher, daß die Flüssigkeit getrunken werden muß? Woher weiß Harry, wie er die Horkruxe zerstören soll, diese Information hat Dumbledore ihm nämlich vorenthalten. Alles Fragen, die im 7. Band hoffentlich geklärt werden.

So traurig Dumbledores Tod auch ist, er war nötig, damit Harry aus seinem Schatten treten kann. Nun bleibt nur noch zu hoffen, daß Harry, den 7. Band überlebt, auch wenn es unwahrscheinlich ist... Ich will ein Happy End!


Freitag, 05.08.2005

Von Blumen und Schafen

Ich mag den kleinen Prinzen sehr. Und diesen Text finde ich so unglaublich schnuffig, daß mir heute einfach danach ist, ihn zu bloggen:

"»Es sind nun Millionen Jahre, daß die Blumen Dornen hervorbringen. Es sind Millionen Jahre, daß die Schafe trotzdem die Blumen fressen. Und du findest es unwichtig, wenn man wissen möchte, warum sie sich so viel Mühe geben, Dornen hervorzubringen, die zu nichts Zweck haben? Dieser Kampf der Schafe mit den Blumen soll unwichtig sein? Weniger ernsthaft als die Additionen eines dicken, roten Mannes? Und wenn ich eine Blume kenne, die es in der ganzen Welt nur ein einziges Mal gibt, nirgends anders als auf meinem kleinen Planeten, und wenn ein kleines Schaf, ohne zu wissen, was es tut, diese Blume eines Morgens so mit einem einzigen Biß auslöschen kann - das soll nicht wichtig sein?!« Er wurde rot vor Erregung und fuhr fort: »Wenn einer eine Blume liebt, die es nur ein einziges Mal gibt auf allen Millionen und Millionen Sternen, dann genügt es ihm völlig, daß er zu ihnen hinaufschaut, um glücklich zu sein. Er sagt sich: Meine Blume ist da oben, irgendwo... Wenn aber das Schaf die Blume frißt, so ist es für ihn, als wären plötzlich alle Sterne ausgelöscht! Und das soll nicht wichtig sein?«"

[Antoine de Saint- Exupery: Der kleine Prinz] Das Buch gibt es auch hier als pdf.


Samstag, 16.07.2005

Warten auf Band 7

Nein, natürlich werde ich nicht verraten, wer der Half-Blood Prince ist. Und ich werde auch sonst keine Details ausplaudern. Aber reden würde ich irgendwie schon gerne drüber. Morgen lese ich das Ende des Buches nochmal, die letzten 80 Seiten mußte ich wegen KrazyKats und BasicBaers Sommerparty in sehr großer Eile lesen (irgendwann war halt der Punkt überschritten, wo ich das Buch beiseite legen konnte). Hoffentlich kommt bald Band 7, ich brauche ihn dringend. :)


DND*

"It is the middle of the summer, but there is an unseasonal mist pressing against the windowpanes. Harry Potter is waiting nervously in his bedroom at the Dursleys' house in Privet Drive for a visit from Professor Dumbledore himself. One of the last times he saw the Headmaster was in a fierce one-to-one duel with Lord Voldemort, and Harry can't quite believe that Professor Dumbledore will actually appear at the Dursleys' of all places. Why is the Professor coming to visit him now? What is it that cannot wait until Harry returns to Hogwarts in a few weeks' time? Harry's sixth year at Hogwarts has already got off to an unusual Start, as the worlds of Muggle and magic Start to intertwine ..."

[Klappentext: Harry Potter and the Half-Blood Prince]

  • Do not disturb ;)

Mittwoch, 15.06.2005

Ich armes kleines Funksignal

Für alle, die schon immer mal wissen wollten, wie es ist, ein Funksignal zu sein, denen sei dieser Text aus dem Buch "Deploying License-Free Wireless Wide-Area Networks" ans Herz gelegt. Wohl gemerkt, es handelt sich hierbei um ein Fachbuch (aus dem Cisco-Verlag)...

"To understand the real world faced by a 2.4-GHz wireless signal, try to imagine that you are a wireless signal. You are five inches long, and you are about to Start on a 20-mile journey. Your journey will take you from an antenna on the roof of a ski lodge at the top of a 10,000-foot mountain down to an antenna on the roof of an office building. The office building is located 35 miles away, in the middle of a city in the desert at sea level. Your mission is to carry and to deliver a big (and important) data packet to a Computer inside the office building. You are handed the data packet; then some powerful but invisible force roughly pushes you up to the antenna on the roof. As you reach the roof, the antenna suddenly spins your body around toward the city. The giant unseen force slams you out of the antenna and into the air. You feel strong, but you can't see the city and you have no way of steering yourself. Snow is falling, and you're freezing; the trees below you are covered in white. You hug the data packet tightly against your body. You know you are only five-inches long, but you can feel your chest slowly puffing out; you are expanding. You're getting wider and your skin is getting thinner. You feel yourself brush against the icy snow-covered treetops and some of your strength leaves you. You hug your data packet tighter as you fall. Down, down, down... your body keeps expanding, but now, as you expand, you feel the moisture in the icy air start to bend and warp you. You don't remember ever feeling this cold and swollen. You're weaker. Your chest is so big that you feel like you're about to burst. You suck in a breath but this time you don't feel that familiar icy pain in your nose. Have you gone numb? Then you realize that the air may be getting warmer. The foothills are below you. The snow is gone, but your body is now so big and so thin that it bumps against some of the foothills. You don't have much strength left and now it's getting hot. You grip the data packet as the hot, dry air starts to bend your body and wave you around. You see the city buildings ahead getting closer, taller. The end of your journey is there, somewhere, in that huge mass of steel, concrete, and glass. Closer, closer, your data packet is starting to slip away. You're so thin, so weak. The buildings are hitting you, bouncing you around. There's a roaring in your ears; hundreds of other Signals are surrounding you, bumping, shoving, pushing. Your antenna is just ahead, but all of your energy is gone. The packet... the packet.... The antenna is reaching for you.... Almost there.... Almost... there.... In the rooftop Cafeteria, a worker suddenly zaps a microwave oven on. Aaaaaaaaaaahhhhh!"


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