Irgendwie bin ich wach und doch nicht wach. Nach über 12 Stunden Schlafen könnte ich nochmal 12 dranhängen. Aber das hätte mich nicht weitergebracht. Zumal ich morgen um 7:30 Uhr einen Termin habe und danach der Tag vollgepackt ist mit nach-Urlaubs-Erledigungen. Meine Bücher aus der FH-Bibliothek bedürfen z.B. einer händischen Verlängerung. Dann muß ich bei meinem bald Ex-Chef vorbei, für einige Last-Minute-Anweisungen bzgl. Look-and-Feel und so... Also ich zwinge mich, nicht ins Bett zu fallen sondern mindestens bis 22 Uhr wach zu bleiben. Ojeojeoje...
Sonntag, 15.09.2002
Samstag, 14.09.2002
Flugkatastrophen 3. Teil
Die Koffer sind da, alles scheint soweit ok zu sein. Ich bin hundemüde und gehe jetzt ins Bett und morgen lese ich noch, was ich die ganze Zeit verpasst habe, wo ich weg war. Fotos füge ich nach und nach in meinen Blog ein, vielleicht gibt es auch ein online Fotoalbum, mal sehen... Jetzt jedenfalls kann ich vor Müdigkeit nicht mehr aus den Augen sehen, bin schon bannig stolz, daß ich es so lange geschafft habe wach zu bleiben. Aber die Sorge um das Gepäck hat mich wachgehalten... Gute Nacht!
Flugkatastrophen 2. Teil
Wir sind zu Hause. Müde, kaputt, ohne Gepäck, aber zu Hause. Dieser Drecksflughafen in Paris ist echt unmöglich! Steigt man z.B. in New York am JFK-Flughafen um, und muß durch die Einwanderungsbehörde und sein Gepäck neu einchecken, dann reichen 2 Stunden locker. In Paris, wo rein gar nichts passiert, muß man Angst haben seinen Flug zu verpassen! Fast kein Flug kommt am Terminal an, man wird mit dem Bus dorthingefahren. Der Shuttle zum Abflugterminal steckt in Staus und anderen Katastrophen. Puh. Und nun ist unser ganzes Gepäck (und zwar gnadenlos alles) in Paris und wir sind hier. Und Handcheck meiner Fotos? Von wegen. Nicht in Paris. Da wurden sie geröngt. Dabei hatte ich mir fest vorgenommen, daß ich darauf bestehe sie per Hand checken zu lassen. Aber dann hätten wir den Flug verpaßt. Naja und Tom, der mußte seine Maglite dalassen. Damit er damit nicht Pilot nebst Flugbegleitern erschlägt. Alles Mist!
Freitag, 13.09.2002
Flugkatastrophen
Oh wie ich diese langen Flüge hasse. Und Rückflüge um so mehr. Und heute passiert einfach nichts anderes. Wir sind um 10:30 Uhr losgeflogen und Samstag irgendwann kommen wir gegen 11:00 Uhr in Düsseldorf an. Wenn an diesem dämlichen Pariser Flughafen alles glatt geht (was ich bezweifele). Glücklicherweise konnte ich meine Filme per Hand checken lassen, und das wo die Sicherheitsvorkehrungen drastisch erhöht wurden. Es ist so schrecklich unbequem hier, ich will nach Hause in mein bequemes, großes Bett! Aber da wir gerade erst in Cincinnati umgestiegen sind haben wir noch 9,5 Stunden vor uns. brrr
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Donnerstag, 12.09.2002
Harry Potter and the Chamber of Secrets
Gerade lief auf WB20 eine Vorschau auf Harry Potter 2. Zu meiner großen Freude ist Alan Rickman wieder als Snape dabei :-))) Auch sonst scheinen es dieselben Schauspieler wie im ersten Film zu sein. Aber Ron ist offensichtlich in den Stimmbruch gekommen. Er erschien auch irgendwie deutlich größer. Bestimmt gibt es den Trailer bald bei Apple oder bei aol, dann kann ich mir den in Ruhe ansehen. Die Musik scheint auch dieselbe zu sein. Prima :-)
Bloß Dobby hat mir nicht gefallen, den hatte ich mir viel knuddeliger vorgestellt.
Ich freue mich schon riesig auf den Film, und eins weiß ich sicher, diesmal gehe ich in die Premiere (hihi mit 100000 Kids).
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Kunden-Service
Sowas gibt's nur in Amerika, glaube ich. Wie immer auf den letzten Drücker war ich auf der Suche nach einer Posterrolle um meine gesammelten Andenken sicher nach Hause zu bekommen. Da ich schonmal ein Poster aus San Francisco mitgebracht habe wußte ich, daß Walgreens Pharmacy diese Rollen führt. Blöderweise waren sie ausverkauft. Also haben wir alle zu Fuß erreichbaren Filialen, sowie die von Rite Aid abgeklappert. Erfolglos. Im letzten Rite Aid auf der Market Street habe ich dann mal in der Fotoabteilung nachgefragt, ob sie irgendwas für mich zum Poster-Transportieren hätten. Der Typ verneinte, bat uns kurz zu warten, schnappte sich das Telefon, rief die Auskunft an, erfragte die Nummer von Cliff's Variety Store ((415) 431-5365), rief dort an, fragte nach "Mailing Tubes", notierte Preise sowie Öffnungszeiten und erklärte uns zu guter letzt den Weg dorthin. Wow! Ich kann mich ehrlich nicht erinnern, in Deutschland schonmal eine ähnliche Szene erlebt zu haben. Vor allem haben wir dem Mann in der Fotoabteilung erzählt, daß wir morgen nach Deutschland zurückfliegen. Er wußte also, daß wir seinen Laden wahrscheinlich nie wieder betreten würden... Nein, ich glaube diesen Service gibt es nur hier...
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Mittwoch, 11.09.2002
Dienstag, 10.09.2002
Rubber Stamp Madness
Stamp Francisco ist der größte Stempelladen hier in der Stadt. Als Hobbystempler mußte ich dort natürlich vorbeischauen. Wie alles hier in San Francisco ist auch dieser Laden umgezogen (Stamp Francisco: Irving St -> 19th Ave, Cartoon Art Museum: 814 Mission St -> 655 Mission St, Hard Rock Cafe (ausgezeichnete Burger!): Van Ness Ave/California -> Pier 39). Nach einigem Gesuche habe ich den Schuppen aber gefunden. Ich habe noch nie einen Stempelladen mit einer so gigantischen Auswahl gesehen. Nicht, daß ich auch nur einen Stempel gefunden hätte, den man für Hochzeitseinladungen hätte verwenden können! (Nein, ich heirate nicht...) Der Typ in dem Laden jedenfalls hat mich sehr darum beneidet, daß ich so nah bei der absolut faszinierenden Stadt Hagen wohne (wo jedes Jahr das Stempelmekka stattfindet). Also ich hätte wohl nichts dagegen gehabt, mit ihm zu tauschen ;-)
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Montag, 09.09.2002
Shopping-Exzesse
Heute haben wir unsere diversen Shopping-Aufträge erledigt. Nicht, daß wir alles bekommen hätten. Manche Produkte scheint es in manchen Gegenden einfach nicht zu geben. Beispielsweise Non-Stick-Spray, das scheint es im Westen nur in der Weichei-Version zu geben, die Chefkoch-Variante ;-) habe ich hier einfach nicht finden können (sie ist hocherhitzbarer). Dafür bekommt man hier das kalorienfreie Salz mit Buttergeschmack, das man in New York beispielsweise vergeblich sucht (naja in N.Y. Lebensmittel einzukaufen ist eh ein Alptraum). Alles in allem war es aber ein erfolgreicher Tag. Spaßig wird nur das Kofferpacken...
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Sonntag, 08.09.2002
Rental Cars mit Tücken
Eigentlich haben wir mit Mietwagen bisher immer Glück gehabt. Mehr als das, meistens haben sich die Typen von der Mietwagengesellschaft zu unseren Gunsten "vertan". Bei der Route 66-Reise zum Beispiel. Da haben wir einen Mittelklassewagen gebucht. Allerdings mit flauem Gefühl, in Anbetracht der Tatsache, daß wir 3 Erwachsene mit Gepäck, Isomatten, Schlafsäcken, Zelt und sonstigem Campingkram waren. (Mein Bruder ist wirklich ein feiner Kerl, aber in dieser Beziehung ist er ein klitzekleines bißchen schrappig, deswegen haben wir keinen größeren Wagen gebucht.) Als Budget uns dann einen Ford Windstar Minivan übergab, da hätte ich vor Freude fast geweint. ;-) Auch bei der Reise mit meiner Mutter haben wir statt eines Ford Aspire (Fiesta) einen Escort bekommen. Nur bei dieser Reise, da hat Hertz zu unseren "Ungunsten" entschieden. Statt Auto ohne Navigationssystem haben wir einen Wagen mit dem weltberühmten Hertz Neverlost (HA!) System bekommen. Und wie soll ich sagen, dieses System ist eindeutig schädlich für uns. Warum? Das ist leicht zu erklären. Erstmal geht unsere Ortskenntnis gegen null. Seattle z.B., wir haben keinerlei Planung von der Stadt. Das ist doch erschreckend! Zweitens haben wir eine unerklärliche innere Abneigung gegen den Ort Sonoma entwickelt (warum nur?). Naja und wenn man dieses technische Wunderwerk wirklich mal braucht (Seattle hat eine Straßenführung, die man mit gutem Gewissen als interessant bezeichnen kann), dann versagt das Gerät seinen Dienst, weil es bei vielen umgebenden Hochhäusern oder Bäumen (sich im Dunkeln im Regenwald zu verfahren ist auch nicht soooo doll) eine Depression bekommt und aus lauter Selbstmitleid den Kontakt zu seinen Satelliten verliert. Es gibt wirklich kein tolleres Gefühl, im Angesicht einer herannahenden Cable Car von dem Teil fehlgelenkt worden zu sein. ("If possible make a legal u-turn.") Dabei hat dieses Gerät ein unnachahmliches Talent einen in die vertraktesten Situationen zu navigieren und dann den Kontakt "nach oben" abzubrechen. Doch man muß dem kleinen schwarzen Kasten zugute halten, daß es unserem Urlaub eine gewisse Würze verliehen hat. Nie werde ich die Momente vergessen, in denen es partout nicht angehen wollte ("Oh Gott, wir haben es kaputt gemacht!") oder es uns glaubhaft versichern wollte, wir befänden uns in Sonoma. Nein, wir hatten es sicher nicht immer leicht mit unserem Neverlost, aber dennoch werde ich niemals dieses liebliche Stimmchen vergessen, wie es sagt "Approaching right turn followed by a keep-to-the-left."
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Samstag, 07.09.2002
Music in/on (the) Air
Radio hören ist hier anders als bei uns. Hier gibt es einen Haufen Radiosender, die eigentlich immer die gleiche Musik spielen. USA-weit gibt es irgendwelche Playlists mit wöchentlich vielleicht 50 Songs, und die werden dann von den Pop-Stations rauf und runter gedudelt. Naja, wenn jemand nicht so gerne Pop hört, für den gibt es einige Spartensender, angefangen von Rock, Indie, Rap über Klassik bis hin zu christlichen Sendern (Hear no evil ;-). Jedenfalls gewöhnt man sich, durch die ununterbrochene Beschallung mit ein und denselben Songs, an dieselben. Wobei mir einfällt, daß ich mir ein paar fiese Ohwürmer eingefangen habe. Von Nickelback z.B. oder Tracy Chapman... Ich glaube, ich muß mal das Radio anmachen.
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Freitag, 06.09.2002
San Francisco
Wir sind angekommen, in der Stadt, die von ihren Einwohnern (und nicht nur von denen) als die schönste der Welt beschrieben und oft nur "The City" aber niemals "Frisco" genannt wird. Jedenfalls mag ich diese Stadt sehr. Nicht wegen der inzwischen $5 Toll, die man bezahlen muß, wenn man über die Golden Gate Bridge in Stadtrichtung fahren möchte (was die Frage aufwirft, warum sie nicht nicht wirklich aus Gold ist), sondern wegen des Charmes, den diese Stadt ausstrahlt. Dazu gehört der eigenwillige Geruch der bremsenden Cable Car ebenso wie die vielen Straßenkünstler. Nicht zu vergessen die (meist pastellfarbenen) viktorianischen Häuschen, die steilen Straßen oder aber die ganzen leute am Civic Center, die Touristen mit Schachspielen das Geld aus der Tasche ziehen. Diese Stadt ist einfach einmalig und ich bin so froh hier zu sein.
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Donnerstag, 05.09.2002
Charles M. Schulz Museum
Ich bin ein riesiger Peanuts Fan. Das ist keine große Neuigkeit. Allerdings sind es die Cartoons, die mich faszinieren, nicht das Merchandising drumherum. Diese Cartoons sind einfach so schön, und auf eine Art irgenwie traurig, ich kann das nicht in Worte fassen. Sie bedeuten mir sehr viel, und als Charles M. Schulz vor zwei Jahren gestorben ist, war ich sehr traurig. Vor einem knappen Monat wurde hier in Santa Rosa (wo CMS mit seiner Familie gelebt hat) das Charles Schulz Museum eröffnet. Natürlich war klar, daß ich es mir auf jeden Fall ansehen muß. Der kleine Umweg hat sich mehr als gelohnt. Das Museum ist wirklich toll gemacht. Ein heller Bau, sehr übersichtlich und "leicht" eingerichtet. Also nicht überladen oder vollgestopft. Originalcartoons hängen an den Wänden und werden in Vitrinen ausgestellt, zusammen mit vorab angefertigten Skizzen. Tributes anderer Cartoonisten sowie sein altes Arbeitszimmer sind dort ausgestellt. Es hat mir sehr gut gefallen. Und ganz bestimmt bestimmt komme ich noch mal wieder. Leider durfte man keine Fotos machen (United Media ist da sehr streng), aber in meinem Fotoalbum (zu Hause, nicht online) werde ich versuchen einiges der Atmosphäre einzufangen. Wenn das überhaupt möglich ist.
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Mittwoch, 04.09.2002
Fortuna -> Bodega Bay -> Santa Rosa
Unsere Reise entlang der amerikanischen Westküste ist nun fast vorbei. Und ich weiß nun, warum man den Highway 1 als "Traumstraße Amerikas" bezeichnet. Kalifornien hat wirklich das schönste Stück Küste abbekommen. Und jedem, der mal hierhin kommt, empfehle ich ab Eureka wenigstens bis San Francisco (besser bis L.A.) die Küstenstraße entlang zu fahren. Es ist einfach traumhaft schön.
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Dienstag, 03.09.2002
Crescent City -> Fortuna
Ich tue mich schwer mit großen Worten. Meistens klingt sowas schrecklich übertrieben, finde ich, und deswegen fällt es mir nicht leicht, solche Redewendungen zu benutzen. Doch die Strecke, die wir heute gefahren sind war so schön und beeindruckend, daß mir kein passenderes Wort als "traumhaft" einfällt. Südlich von Eureka geht vom Highway 101 die Mattole Road ab. Die etwa 60 Meilen lange Straße führt vom 101 zur "Lost Coast" und durch den Humbold State Park zurück zum 101. Dieses Stück Küstenstraße (man fährt etwa 3,5 Stunden) war mit Abstand das schönste Wegstück bisher. Einfach wunderschön, ehrlich! Als wir dann mit unserem Abstecher fertig waren, war es bereits stockdunkel und wir hatten noch keine Unterkunft. Nach langem Gesuche haben wir uns dann auf den Weg zurück nach Eureka gemacht. Da sitzen wir nun in einem Motel in Fortuna und können seit langem wieder die Nachrichten sehen. Und wie soll ich sagen, ich bin froh, daß Bill Clinton das Angebot einer eigenen Talkshow abgelehnt hat ;-) Was mich allerdings ansaugt ist die Tatsache, daß Harry Potter 5 frühestens nächsten Sommer rauskommt! Das mit der Schreibblockade scheint doch zu stimmen, wenn man CNN trauen darf.
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